23.01.2014

Album Review | HIM - Deep Shadows And Brilliant Highlights

Veröffentlichung: 24. August 2001
Genre: Dark Rock, Dark Metal

Ah, ja... also, dieses Album ... nun.
Das war keine Liebe beim ersten Anhören. Herrgott nochmal, sicher nicht. Ich hatte damals das Album einmal angehört und dann weggelegt. Denn außer die Balladen "Close To The Flame" und "In Joy And Sorrow" konnte ich es mir einfach nicht anhören. Es war mir noch zu ... alternativ. Ach ja, als Metal kann man das Album auch nicht bezeichnen. Aber jetzt höre ich es trotzdem gerne, weil wir hier einfach eine andere Facette von HIM haben.
Nach "Razorblade Romance" gab es eben zwei Möglichkeiten, denn das zweite Album der Band verbindet zwei entscheidende Elemente: erstens, süße Melodien, Balladen und Synthesizer-Harmonien und zweitens harte Gitarrenriffs und die melancholische Stimmung, die nur HIM so hinbekommen.

"DSABH" ist in die melodische Richtung gegangen.
Was gleich auffällt, ist der massive Einsatz von Akustik-Gitarren und Synthesizern. Und ich persönlich finde, dass dieses Album zu HIMs Weiterentwicklung beigetragen hat. Also, glaubt es oder nicht, aber diese Platte ist sicher wichtig für die Zukunft, auch, wenn sie so gut wie keinen Song davon noch live spielen.
Was hier für den Metal spricht? Hm. Die relativ sprasam eingesetzten E-Gitarren vielleicht. Denn das meiste ist wirklich akustisch. Die heaviesten Songs sind "Pretending" und "Salt In Our Wounds", die auch wirklich gelungen sind. Obwohl ich mich an "Salt In Our Wounds" gewöhnen musste.
Es ist wirklich verdammt schwierig, dieses Album zu bewerten. Teils weil ich einige Songs eigentlich ganz gerne mag, aber vieles auch wirklich Murcks ist. "Beautiful" ist nicht so toll, wie der Name es verrät, auch "Heartache Every Moment" haut mich nicht um. "Lose You Tonight" ist einer meiner Lieblinge auf der Platte. Eher mittelmäßige Songs sind hier die Regel. Dafür sind die Balladen zwar einfach gehalten, aber trotzdem wirkungsvoll.

In einem Durchgang ist dieses Album ok. Ist eben eine der CDs, die man nur ganz anhören kann, weil die Songs alleinstehend meist nicht wirklich sehr überzeugen.
Und trotzdem ist dieses Album wichtig. Denn ich finde, dass genau das hier, kombiniert mit Love Metal und Venus Doom, die Vorstufe von "Tears on Tape" ist. Falls einer von euch das irgendwo nachvollziehen kann.
Fazit: Das Album an sich eher durchschnittlich, aber es ist HIM und Ville Valo, und das haut alles raus. Denn am Gesang wird es einfach niemals etwas zu bemägeln, sondern nur zum loben und herausheben geben. Leider höre ich hier aber auch keine besondere gesangliche Leistungen. Schade, eigentlich.
Einen Trost gibt es aber: Diese Songs klingen live wunderbar und wirken erst dann. Nur so konnte ich mich überhaupt hiermit anfreunden.

Wertung: 5/10
Highlights: Lose You Tonight, In Joy And Sorrow