08.02.2014

Album Review | HIM - Love Metal

Veröffentlichung: 14. April 2003
Genre: Dark Metal/Dark Rock

Zugegeben, an dieses Album mussten sich meine Ohren gewöhnen. Vor einem Jahr habe ich nicht allzu viel vertragen in der Hinsicht. Aber Fakt ist, dass dieses Album wie Käse ist. Es reift. Es ist seit zwölf verdammt Monaten nicht langweilig und wird es auch nicht sein. Im Gegenteil. Nach dem Tiefpunkt zu "DSABH"-Zeiten sind HIM musikalisch endlich wieder voll da, mit allem, was sie ausmacht. Der Albumtitel ist hier sehr passend gewählt. Das hier IST Love Metal. Dieser Longplayer, zusammen mit zwei anderen, wird dem Namen zu hundert Prozent gerecht.
Musikalisch gesehen ist jeder einzelne Song wie eine Geschichte in sich. Man hört eine Riesenentwicklung im Gegensatz zu den Vorgängern heraus.
Die Texte und der Gesang, ja, eigentlich die ganze Aufmachung des Albums ist komplexer und überzeugt bei fast jedem Song. Obwohl alle Songs im gleichen Stil sind, habe ich einige Nummern, die mir nicht so sehr zusagen wie zum Beispiel das balladeske "Love's Requiem" und der Kracher "Buried Alive By Love". "The Sacrament" und "Soul On Fire" haben einfach nicht meinen Geschmack getroffen, was die Qualität der Songs an sich nicht ändert. Bei diesem Album geht es gar nicht mehr um Stärken und Schwächen, sondern um subjektive Aspekte. Mir zum Beispiel sind die Songs manchmal ein wenig zu sehr in die Länge gezogen worden. Auch sagen mir manche Gitarrenriffs einfach nicht zu.

Dennoch ist dieser Longplayer ein Highlight in der Geschichte der Band, der sehr durchdachte und gelungene Lieder enthält. Mir ist zwar noch immer unklar, wie HIM von "DSABH" auf "Love Metal" gekommen sind, musikalisch. Das ist nämlich ein Riesensprung ...

Und viel mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen. Hört rein und bildet euch eine Meinung. Mehr kann ich euch nicht mitgeben.

Wertung: 7/10
Highlights: Buried Alive By Love, The Path, Fortress Of Tears