11.02.2014

Meine Hassliebe und ich, oder: Warum ich eine Schlange bin

Ich bin eine richtig fiese Schlange. Ja, ich, und ja, ich erzähle euch auch, warum.

Ich glaube, das ist gerade so das dritte Mal in einem Jahr, dass ich abrupt meine Meinung geändert habe und das muss ich euch mitteilen.

Manche werden es ja wohl schon mitbekommen haben. Und um Gottes Willen, ich find das gar nicht gut. Ich höre seit Tagen Epica (heimlich habe ich ja schon früher reingehört, wollte es aber nie richtig zugeben) und Achtung, ich finde es gut.

Um Gottes Willen, nochmal, das ist nicht gesund. Ich meine, ich hab mir einige Songs angehört, um einfach mal den Hype um Epica zu verstehen, um mir eine Meinung bilden zu können. Und wie hat es geendet? Ich mag das Zeug.
Angefangen hat das Ganze, als ich es lustig fand, Simone Simons' Blog zu lesen. Dann habe ich langsam angefangen, mir die Musik anzuhören. Und ich kann euch sagen, dass ich "Never Enough" noch nie schlecht fand. Und "Sancta Terra" auch nicht. Aber es hat mich nicht sofort vom Hocker gehauen. Und ich hätte es doch eigentlich schon vorhersehen können: Jede meiner Lieblingsbands hat ihre Zeit gebraucht. Am Anfang fand ich HIM ja nicht mal so toll, und trotzdem hab ich es mir angehört. Seht ihr die Parallele? ...
Ich hätte mir Epica nicht weiter angehört, wenn die Musik schlecht gewesen wäre, auf keinen Fall. Ich wusste schon, dass an der Musik was dran ist. Aber Simones Stimme war mir am Anfang doch sehr ein Dorn im Auge (oder ein Krächzen in meinen Ohren). Und ich werde mich niemals ganz mit ihrer Stimme abfinden können.
Aber richtig krass schlimm wurde es, als ich aus Spaß wissen wollte, wie schwer es nun ist, Epica-Songs zu singen. "Cry For The Moon" war ein Klacks und dann dachte ich mir "Alles klar, Simone ist nicht so toll."
Der Wendepunkt kam bei "Chasing The Dragons" und als ich gelesen hatte, dass Simone bei der Aufnahme von "The Phantom Agony" gerade einmal 17 Jahre alt war. Seit ich mein Cover von "Chasing The Dragons" aufgenommen habe, finde ich Simones Stimme plötzlich sehr melodisch und schön. Oh Gott, Soffel, bitte, hau mir mit einer Bratpfanne eine über ....
Ich habe tatsächlich eine Epica-Playlist auf Spotify, und ich höre jeden Tag Epica. Um Gottes Willen, lasst mich nie wieder solche Experimente unternehmen. Das Zeug macht so süchtig wie Amaranthe. Und ich verspüre das Bedürfnis, mir Epica-CDs zuzulegen.

Um mal zusammenzufassen: Ich mag Epica. Aber ich kann nicht behaupten, dass sie das einzig Wahre wären oder dass Simone die beste Sängerin wäre, die ich jemals zu hören bekommen habe. Also falls hier mehr Epica auftauchen wird, und das wird passieren, ganz sicher, dann wundert euch nicht. Denn ich habe tatsächlich Gefallen daran gefunden.

Ich kann zwar nicht ganz alles zurücknehmen, was ich gesagt oder geschrieben habe, denn irgendwo war ich nicht ganz so falschgelegen, aber versteht mich, ich habe nun eine Schwäche zu dieser Band entwickelt und irgendwie freut mich das. Jetzt muss ich es mir nicht mehr mit Gewalt einhämmern, um mir eine Meinung zu bilden. Netter Nebeneffekt, was?