23.12.2014

Die besten Metal-Alben des Jahres 2014 #3: Plätze 5 bis 1


Nach zwei ellenlangen Posts vor diesem ist es endlich soweit: Das große Finale ist da. Vielleicht kann es sich der eine oder andere Leser schon denken. Ich möchte jetzt auch gar nicht so viele Worte verlieren. Auf geht's ins Finale!


PLATZ 5: INSOMNIUM - Shadows Of The Dying Sun
Genre: Melodic Death Metal

So richtig haben mich Insomnium mit ihrem früheren Zeug nicht kriegen können - das hat sich mit "Shadows Of The Dying Sun" schlagartig geändert. Auch hier ist meine Theorie, dass ich mich eine Zeit lang reinhören musste, um die wirkliche Qualität dieser Band zu entdecken. "Shadows Of The Dying Sun" ist ein wunderschön gelungenes Album, das Melodic Death Metal in der schönsten Art und Weise präsentiert. Insomnium verbinden mit ihrem aktuellen Werk Verspieltheit und Melodie mit Melancholie und dem guten alten Death Metal. (vollständiges Review hier lesen)


PLATZ 4: DEVIL YOU KNOW - The Beauty Of Destruction
Genre: Metalcore/Groove Metal

Nach einigen Jahren Pause und ohne den Glauben daran, überhaupt wieder als Musiker tätig zu werden, haben wir dieses Jahr erstmals wieder von Howard Jones (ex-Killswitch Engage) gehört. Seine Zukunft nach Killswitch Engage heißt Devil You Know, eine Band, die aus keinen geringeren als Jones' Wenigkeit, Francesco Artusato (All Shall Perish) an der Gitarre und John Sankey (Fear Factory) am Schlagzeug besteht- eine Supergroup, könnte man sagen. Das Debüt "The Beauty Of Destruction" ist ein Album mit Seele, songwriterischer Brillianz und ganz viel Abwechslung - kurz gesagt das beste Metalcore-Album des Jahres. (vollständiges Review hier lesen)


PLATZ 3: ARION - Last Of Us
Genre: Symphonic/Melodic Power Metal

Lass sie nur schwärmen, dachte ich mir, als meine wunderbare Freundin und Kollegin bei powerofmetal.dk Sophie mir von Arion erzählte, einer finnischen Newcomer-Band, bestehend aus Jungs, die nicht viel älter als wir sind. Was können die schon?, dachte ich mir. Und DANN habe ich reingehört. Und DANN hat mich die Musik ganz langsam, aber sicher gepackt und dazu gebracht, diese unglaublich talentierten Jungs ins Herz zu schließen: Arion liefern auf ihrem Debüt "Last Of Us" erstaunlich reif klingenden, qualitativ hochwertigen Symphonic Power Metal im Stile von Nightwish und Sonata Arctica mit progressivem Einschlag à la Symphony X und Dream Theater. Was für ein Debüt, meine Lieben! Wenn das erst der Anfang ist, dann frage ich mich, wo es musikalisch mit Arion hinführen soll - klar ist nur, dass es bergauf gehen wird, und wenn das Schicksal so will, bis nach oben in die Elite des finnischen Metal. (vollständiges Review hier lesen)


PLATZ 2: MAYAN - Antagonise
Genre: Symphonic Death Metal

Ganz früh in diesem Jahr, nämlich um den Februar herum, entdeckte ich dieses Album und klickte auf "Play", natürlich absolut unwissend, wo ich mich hineinstürzen würde. Fakt ist, dass "Antagonise", das zweite Studioalbum der niederländisch-italienisch-deutschen Band MaYaN, nicht nur Liebe nach nur einer Minute war, sondern noch sehr lange mein Begleiter sein wird. Mark Jansens (Epica) Songwriting gekoppelt mit Jack Driessens und Frank Schiphorsts Ideen und Erfahrung ist absolut genial gelungen, die Sängerauswahl (neben Mark Jansen selbst sind Floor Jansen (Nightwish), Laura Macrì, Marcela Bovio (Stream Of Passion) und Henning Basse (unter anderem Metalium und Hypnoside) zu hören) mehr als zufriedenstellend. Das politische und gesellschaftskritische Konzept von "Antagonise" ist poetisch und wunderbar umgesetzt: Orchester, Soprangesang und Dramatik verschmelzen mit der Härte des Death Metal zu einem musikalischen Meisterwerk, das selbst viele Worte nur schwer beschreiben können. (vollständiges Review hier lesen)


PLATZ 1: AMARANTHE - Massive Addictive
Genre: Modern/Melodic Death Metal

Die schwedische Band Amaranthe hat mich etwas plötzlicher und fester gepackt, als es mir eigentlich lieb war, aber da ich jetzt sozusagen relativ lange schon mitten im Schlamassel stecke, kann ich es ja laut herausschreien: OH MEIN GOTT, ich LIEBE "Massive Addictive" bis ins Unermessliche. Bei solchen Alben spricht doch tatsächlich das Fangirl aus mir. Es ist mir zu hundert Prozent fremd, wie man Elize Ryds und Henrik Englunds Gesang, Jake Es Texte, Olof Mörcks Songwriting und natürlich auch Schlagzeugkünstler Morten Lowe nicht vergöttern könnte. Es ist mir genauso fremd, wie es einer Band so perfekt gelingen kann, Songs zu schreiben, die massiven Wiedererkennungswert haben, mitziehen und süchtig machen wie Disco-Hymnen und gleichzeitig Liebhaber von technisch anspruchsvollem Metal verblüffen. Jetzt ist endlich die Katz' aus dem Sack: "Massive Addictive" ist mein Album des Jahres 2014. Habe ich schon erwähnt, dass ich es liebe? (vollständiges Review hier lesen)