30.03.2014

AMARANTHE + DEALS DEATH + SMASH INTO PIECES LIVE im Backstage München

Ich sitze hier mit Kopf- und Nackenschmerzen und versuche, einen einigermaßen guten Artikel zu schreiben, der im Verlauf des Textes nicht zu sehr von Fangirl-Attacken beeinflusst wird. Denn gestern war ich bei Amaranthe und Deals Death in der Backstage Halle dabei. Ich würde euch am liebsten vorschwärmen, wie toll ich das fand, aber alles der Reihe nach.

Gestern um halb 4 haben wir meine beste Freundin Katja abgeholt, bevor wir nach München gefahren sind. Wir waren recht schnell da und das Konzertgelände war auch ganz fix gefunden. Irgendwann kurz nach 5 Uhr sind Soffel und Lydia, zwei Freundinnen von mir aus Dresden, eingetrudelt.
Nach einiger Warterei, der Feststellung, dass wir auch ruhig erst um halb 6 hätten kommen können und das Ärgern über die schlechte Organisation der ausgedruckten Tickets (Katja und ich mussten nämlich erst noch zur Abendkasse, als wir vorne in der Reihe standen. Wir waren aber so aufgebracht deswegen, dass wir danach gleich nach vorne gelassen wurden. Wir standen seit 2 einhalb Stunden herum. Das war doch normal, oder?) konnten wir endlich in die Halle, wobei wir jeweils zu zweit (um die Plätze vorne zu halten) zum Merchandising Stand gegangen sind.
Ich wollte mir eigentlich ein Deals Death-Shirt holen, weil die ja keinen Online-Versand haben. Aber Amaranthe hatten Tour Edition-Shirts, deswegen habe ich so eins gekauft. Pünktlich um 8 haben Smash Into Pieces angefangen, die mich nach ein paar Songs auch mitgerissen haben. Ich hatte, ja ehrlich gesagt, nicht wirklich hohe Erwartungen. Ich kann aber wirklich sagen, dass sie nicht schlecht waren. Mir war auf keinen Fall langweilig.

(Hinweis: Bitte entschuldigt die Qualität der Bilder, von so weit vorne war es so gut wie unmöglich, gute Bilder zu machen. Trotzdem hoffe ich, dass sie anschaubar sind.)



Nach kurzem Umbauen haben pünktlich um 9 Uhr Deals Death angefangen und ich hatte ziemlich das Gefühl, dass Katja und ich bei den wenigsten dabei waren, die diese Band richtig abgefeiert haben. Sie haben es sich aber wirklich so verdient. Ich meine, ich kann ja jetzt schlecht sagen, dass sie eine der besten Livebands überhaupt sind, weil ich bis jetzt nicht so viele Bands gesehen habe, aber ich kann sagen, dass sie alles, was ich bis jetzt gesehen habe, getoppt haben. (Ja, auch HIM. HIM ganz besonders.) Sie haben so eine unglaubliche Energie ausgestrahlt, die ganz bestimmt mit ihrer Musik zusammenhängt, schließlich sind sie recht heavy, sie verstehen es aber trotzdem, in diese Heaviness gezielt Spannung aufzubauen, somit schredden sie nicht einfach vor sich hin. Olle Ekman ist ein absolut genialer Sänger, ich weiß nicht, warum ich ihn eigentlich überhaupt in Frage gestellt habe, was seine Gesangstechnik angeht.
Es war so eine Riesenstimmung, dass sich sogar Soffel, die am Anfang nichts mit Deals Death anfangen konnte, sich ihre letzte CD geholt hat.





Um 10 haben dann Amaranthe angefangen und es war unwirklich. Ich hätte es wahrscheinlich nicht geglaubt, dass Elize Ryd wirklich vor mir stand, bis sie mir nicht die Hand geschüttelt hatte. Und mich nach dem Konzert umarmt hatte.
Beim Amaranthe-Konzert gab es genau zwei richtig süße Momente zwischen uns und der Band. Einmal, als Elize bei Amaranthine Herzen und Luftküsse verteilt hat und die ganze Menge das Gleiche getan hat. Und das überhaupt allersüßeste war, als Jake am Ende des Konzerts Soffel eine Setlist gegeben hat und darauf verharrt hat, obwohl andere ihm die Setlist aus der Hand zerren wollten. Nein, sie war nur für Soffel gedacht!
Amaranthe waren allerdings eher die Spaßvögel, und der Witzfaktor hatte den Höhepunkt erreicht, als Johan (Bass) das Growlen angefangen hatte (und dann auch noch so gut!) und dafür Jake Bass gespielt hatte.
Von der Performance her kann ich sagen, dass mich vor allem Henrik und Elize überzeugt haben, was Gesang anging, und natürlich Morten Lowe an den Drums. Sie hatten aber einfach nicht die gleiche Energie wie Deals Death. Amaranthe sind eben fröhlicher und es war mehr Party als Headbanger's Heaven, wenn ihr mich versteht. Was nicht heißen soll, dass ich das schlecht fand. Natürlich nicht.










Nach dem Konzert sind wir gleich wieder zum Merchandising Stand gegangen und haben Bilder mit Jake und Olle Ekman gemacht. Als wir dann draußen waren, meinten Soffel, Katja und ich, dass wir uns eigentlich noch gerne die letzte Deals Death-CD geholt hätten, was Katja und ich dann getan haben. Ich bin dann auf halber Strecke weggerannt, weil ich Olof und Elize gesehen hatte, mit denen ich auch Bilder gemacht und geredet habe. Dann sind wir mit signierten CDs aus der Halle und haben uns voneinander verabschiedet.

Insgesamt war es ein durch und durch persönliches Live-Erlebnis und alles, was ich mir erwünscht hatte, ist passiert. Ich bin glücklich, dass wir Deals Death (nach ihren Angaben beim Konzert) als Fans den besten Showabend in Deutschland liefern konnten. Es hat mich auch gefreut, danach von Olof zu hören, dass er sich hier in Süddeutschland eher wenig Hoffnungen gemacht hatte, was die Fangemeinde angeht und dann sehr positiv überrascht wurde. Es war wirklich wunderbar, mit allen zu sprechen.

Hier habt ihr die ungefähren Setlists von Deals Death und Amaranthe. Ich weiß die Reihenfolge nicht mehr genau, aber das sollte so hinkommen.